Hochhausbrand in Wiesloch: Feuer in 9-stöckigem Gebäude - Großeinsatz und Evakuierung der Bewohner

Fotos: Julian Buchner/Einsatz-Report24.de
Fotos: Julian Buchner/Einsatz-Report24.de

Am Mittwochmorgen war der Feuerwehr ein Brand in einem Hochhaus mit 40 Wohnungen in der Königsberger Straße 7 gemeldet worden.

 

Aufgrund der Rauchentwicklung, die sich über Versorgungsschächte in dem ganzen Gebäude ausbreitete, evakuierte die Feuerwehr mit Unterstützung der Polizei das Hochhaus. Um 7.35 Uhr war das komplette Gebäude geräumt. Die etwa 70 Personen wurden auf dem Gelände eines benachbarten Reiterhofes untergebracht und vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betreut und versorgt. Nachdem das Gebäude von der Feuerwehr belüftet war, konnten Bewohner unter Polizeibegleitung die Wohnungen aufsuchen um Medikamente oder sonstige Gegenstände herauszuholen.

 

Nach derzeitigem Stand wurde niemand verletzt. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf ca. 100.000 - 150.000 Euro.

 

Die Ermittlungen ergaben, dass ein technischer Defekt an einem Stromkastenverteiler im Keller brandursächlich war. Das Haus war aufgrund der Abschaltung des Stromnetzes und der Abwasserversorgung zunächst nicht bewohnbar. Eine Elektro- und eine Installationsfirma arbeiten mit Hochdruck an der Beseitigung der Schäden.

 

20 Wohnungen konnten zwischenzeitlich mit Strom versorgt werden, so dass die Bewohner um 14.30 Uhr zurückkehren konnten. In weiteren zehn Wohnungen gehen die Verantwortlichen davon aus, dass diese noch im Lauf des späten Nachmittags an die Strom- und Wasserversorgung angeschlossen und frei gegeben werden können.

 

Bei den Bewohnern der restlichen zehn Wohnungen erfolgen derzeit Absprachen, ob sie bei Verwandten bzw. Bekannten unterkommen oder durch die Stadt Wiesloch in einem Hotel untergebracht werden.

 

Die Feuerwehr war mit 40 Wehrleuten der Freiwilligen Feuerwehren aus Wiesloch, Frauenweiler und Baiertal und zehn Fahrzeugen am Brandort. Der Rettungsdienst des DRK war mit 22 Ärzten und Sanitätern vor Ort, die Polizei hatte 20 Beamte im Einsatz.