Nach schweren Unfällen auf der A5: Über 100 Anzeigen wegen mangelnde Rettungsgasse

Symbolbild Einsatz-Report24.de
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(ER24/ots) - Durch den LKW-Brand und den schweren Unfall am Stauende kam es am heutigen Mittwoch auf der BAB5 zu einem Verkehrschaos und kilometerlangen Staus.

 

Die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei rückten mit einem Großaufgebot an die Einsatzstellen an. Doch auf der Anfahrt gab es wieder einmal Probleme mit der Rettungsgasse!

 

Sattelzüge standen dicht aneinandergereiht auf der mittleren und linken Fahrspur. Wohnmobile teilweise auf der linken Fahrspur. Für die Einsatz- und Rettungskräfte, sowie Bergefahrzeuge war teilweise kaum ein Durchkommen möglich. Warum die Bildung einer Rettungsgasse noch immer ein so großes Problem darstellt, bleibt ein Rätsel, so die Feuerwehr in einer Pressemitteilung.

 

Die Polizei kontrollierte die Rettungsgasse mit einem Zivilfahrzeug in der Zeit zwischen 08.45 Uhr und 09.30 Uhr zwischen den Anschlussstellen Kronau und Bruchsal.

 

Insgesamt 62 Pkws und 48 Schwerfahrzeuge wurden festgestellt, die die Rettungsgasse nicht gebildet hatten. 16 Pkws sowie 12 Schwerfahrzeuge nebst zwei Omnibussen behinderten gar die Rettungsfahrzeuge. Hierzu beträgt die zu erwartende Bußgeldhöhe insgesamt rund 33.000 Euro, vorausgesetzt, alle Verstöße können beispielsweise auch im Ausland verfolgt werden.

 

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass es für größere Rettungsfahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdiensten unmöglich gewesen wäre, die Rettungsgasse zu befahren. Selbst mit dem Pkw war die Durchfahrt teilweise bis auf wenige Zentimeter links und rechts neben den Außenspiegeln verengt.



Die Feuerwehr erklärt nochmals die Bildung einer Rettungsgasse:

 

  • Sie befinden sich auf der linken Fahrspur? Dann weichen Siesoweit es Ihnen möglich ist, nach links aus!
  • Sie befinden sich auf einem der übrigen Fahrspuren (mittlere,rechte)? Dann weichen Sie soweit es Ihnen möglich ist, nachrechts aus!
  • Lastwagen und Wohnmobile sind bei Stau oder stockendem Verkehrauf der mittleren Fahrspur ein absolutes Hindernis zur Bildungeiner Rettungsgasse!
  • Die Rettungsgasse ist zu bilden, sobald der Verkehr stockt.Nicht erst, wenn das Einsatzfahrzeug angefahren kommt!
  • Autofahrer und Mitfahrer, sowie Motorradfahrer haben in derRettungsgasse nichts zu suchen. Auch Autotüren sollten nichtgeöffnet werden, sodass diese in die Rettungsgasse hineinragen!
  • Wenn die Einsatzkräfte: Egal ob Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei auf dem Weg zu einem Einsatz sind, entscheiden oftmals Sekunden über Leben und Tod. Wenn jeder Fahrer ein bisschenmithilft, dann kann letztendlich ALLEN geholfen werden!